Vortrag NSU

Der Prozess zu der NSU-Mordserie läuft noch. Zu einem von der PfD geförderten Vortrag kam   Dr. Anna Luczak nach Trier, um über den bisherigen Erkenntnisstand zu referieren. Die Juristin tritt bei dem Verfahren als Anwältin in der Nebenklage auf und zeichnete vor allem das politische Umfeld zur Zeit der NSU-Gründung nach. Die Neunziger Jahre seien dabei vor allem durch eine lasche Verfolgung von rechtsextremistischen Gewalttaten geprägt gewesen, was dazu geführt habe, dass eben solche Gewalt stark zunahm. Die bekannten Mitglieder des NSU tauchten 1998 unter und bekamen dabei – so geben es zumindest die Beweise her – tatkräftige Unterstützung von drei Dutzend Neonazis aus Thüringen und Sachsen. Einige Ungereimtheiten lassen darauf schließen, dass der Verfassungsschutz in dieser Zeit zumindest nicht genau hingesehen und rechtzeitig eingegriffen hat.
Die Verwicklungen und Fehler von staatlichen Behörden während der Mordserie zieht sich wie ein roter Faden durch den Prozess. Gleichzeitig ermittelte der Generalbundesanwalt gar nicht in diese Richtung. Institutioneller Rassismus spielt für ihn offensichtlich keine entscheidende Rolle in dem Vorgang. Man halte daran fest, dass nur das bekannte Trio um Beate Zschäpe in die Taten involviert gewesen sei. Dabei sei es – so die Anwältin – gerade jetzt wichtig, dass diese Strukturen endlich aufgedeckt würden, weil aus dem vermeintlichen Netzwerk um den NSU weiterhin eine hohe Gefahr ausginge: „die Ideologie gibt es, die Gruppen gibt es.“


Die Partnerschaft für Demokratie ist Teil des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Kurzmeldungen

Projekte und Engagierte für eine demokratische Zivilgesellschaft gesucht

Seit 2015 werden durch die „Partnerschaft für Demokratie Trier“ zahlreiche Projekte umgesetzt. Auch für das Jahr 2018 werden wieder Fördermittel für
kreative Ideen und innovative Projekte vergeben. Gefragt sind engagierte BürgerInnen, aktive Vereine und Initiativen, die sich mit eigenen Projekten gegen Rechtsextremismus, Rechtspopulismus oder die Ausgrenzung aufgrund von Armut engagieren oder sich für eine starke Demokratie und das Zusammenleben von Menschen aus verschiedenen Religionen einsetzen wollen.

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Entscheidungen mit allen treffen

8.11.2017

Die Trierer Partnerschaft für Demokratie lädt für Mittwoch, 15. November, 16 bis 17.30 Uhr, im Sitzungsraum der Lokalen Agenda in der Palaststraße 13, zu dem Workshop „Systemisches Konsensieren“ ein. Hierbei handelt es sich um eine Methode zur demokratischen Entscheidungsfindung, die nicht auf das Mehrheitsprinzip setzt. Stattdessen soll eine Lösung gefunden werden, die von allen Teilnehmern angenommen werden kann. Details hierzu erläutert die Referentin Angelika Schmid. Falls sich genügend Interessierte melden, kann am Dienstag, 14. November, 19 bis 20.30 Uhr, eine zweite Veranstaltung angeboten werden. Zur besseren Planung ist eine vorherige Anmeldung per E-Mail an melanie- Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erforderlich. Die Teilnahme an dem Workshop ist kostenlos.

Demokratieförderung - Begleitausschuss der Partnerschaft für Demokratie Trier wählt Projekte aus

23.06.2017

Insgesamt 8 Vereine und Initiativen hatten sich mit 10 Projektideen um Projektmittel für das 2. Halbjahr 2017 beworben, über die am vergangenen Mittwoch im Begleitausschuss der Partnerschaft für Demokratie abgestimmt wurde.Besonders wichtig waren den AntragstellerInnen die Themen Demokratieförderung und bürgerschaftliches Engagement.

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Weitere Infos

Flyer des Bundesprogramms

Flyer „Demokratie leben!”
Flyer „Demokratie leben!” (PDF)