3.10.16

 Am Montag, dem 3.10.2016 wurde im Rahmen der Agenda-Kino Reihe der Lokalen Agenda 21 Trier e.V. der Film „der Kuaför aus der Keupstraße“ gezeigt. Filmpate war der Verein für ein Buntes Trier. Durch eine Kooperation mit der Partnerschaft für Demokratie des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ konnte ein Referent der Initiative „Wir sind alle Keupstraße“ gewonnen werden.

 

Am 9. Juni 2004 verübte der Nationalsozialistische Untergrund ( NSU) einen Terroranschlag. In der Kölner Keupstraße wurde vor dem Schaufenster eines Friseursalons eine Nagelbombe gezündet, die auf dem Gepäckträger eines Fahrrads montiert war. Die Auswahl des Tatortes erfolgte nicht ohne Zufall: die Keupstraße in Köln ist als Geschäftsstraße deutsch-türkischer Kleinunternehmer bekannt; bei dem Friseursalon handelt es sich um einen türkischen Kuaför. Obwohl es klare Hinweise auf einen rechtsterroristischen Hintergrund der Tat gab, wurden die Inhaber des Friseursalons und AnwohnerInnen durch verdeckte ErmittlerInnen überwacht und ohne klare Hinweise der organisierten Kriminalität beschuldigt. Erst 2011 konnte der Anschlag, bei dem 21 Menschen zum Teil schwer verletzt wurden, dem NSU zugeschrieben werden.

Sowohl der Film als auch das Nachgespräch mit einem Anwohner der Keupstraße und einem Mitglied der Initiative „wir sind alle Keupstraße“ konnten deutlich machen, welche Nachwirkung der Anschlag, die Falschbeschuldigungen und die mangelnde Solidarisierung und Unterstützung durch die Mehrheitsbevölkerung für die Menschen hatten. Im Film drückte es eine Anwohnerin folgendermaßen aus: „Es gab zwei Bomben, die eine die hatte diese Wucht mit den Nägeln und die andere war einfach der Rechtsstaat, der nicht funktioniert hat.“

Die Partnerschaft für Demokratie ist Teil des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Kurzmeldungen

Projekte und Engagierte für eine demokratische Zivilgesellschaft gesucht

Seit 2015 werden durch die „Partnerschaft für Demokratie Trier“ zahlreiche Projekte umgesetzt. Auch für das Jahr 2018 werden wieder Fördermittel für
kreative Ideen und innovative Projekte vergeben. Gefragt sind engagierte BürgerInnen, aktive Vereine und Initiativen, die sich mit eigenen Projekten gegen Rechtsextremismus, Rechtspopulismus oder die Ausgrenzung aufgrund von Armut engagieren oder sich für eine starke Demokratie und das Zusammenleben von Menschen aus verschiedenen Religionen einsetzen wollen.

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Entscheidungen mit allen treffen

8.11.2017

Die Trierer Partnerschaft für Demokratie lädt für Mittwoch, 15. November, 16 bis 17.30 Uhr, im Sitzungsraum der Lokalen Agenda in der Palaststraße 13, zu dem Workshop „Systemisches Konsensieren“ ein. Hierbei handelt es sich um eine Methode zur demokratischen Entscheidungsfindung, die nicht auf das Mehrheitsprinzip setzt. Stattdessen soll eine Lösung gefunden werden, die von allen Teilnehmern angenommen werden kann. Details hierzu erläutert die Referentin Angelika Schmid. Falls sich genügend Interessierte melden, kann am Dienstag, 14. November, 19 bis 20.30 Uhr, eine zweite Veranstaltung angeboten werden. Zur besseren Planung ist eine vorherige Anmeldung per E-Mail an melanie- Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erforderlich. Die Teilnahme an dem Workshop ist kostenlos.

Demokratieförderung - Begleitausschuss der Partnerschaft für Demokratie Trier wählt Projekte aus

23.06.2017

Insgesamt 8 Vereine und Initiativen hatten sich mit 10 Projektideen um Projektmittel für das 2. Halbjahr 2017 beworben, über die am vergangenen Mittwoch im Begleitausschuss der Partnerschaft für Demokratie abgestimmt wurde.Besonders wichtig waren den AntragstellerInnen die Themen Demokratieförderung und bürgerschaftliches Engagement.

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Weitere Infos

Flyer des Bundesprogramms

Flyer „Demokratie leben!”
Flyer „Demokratie leben!” (PDF)