Illu rein freigestellt RGB SMALL RZ

Die dritte Demokratiekonferenz der Partnerschaft für Demokratie Trier (PfD) findet am 26. Oktober 2016 ab 16 Uhr im Dietrich-Bonhoeffer-Haus statt. Prof. Dr. Stephan Bundschuh wird dort zum Thema „Autoritäre Einstellungen unter Jugendlichen: Erscheinungsformen, Motive, Prävention“ referieren. Seine Forschung im Bereich Sozialwissenschaften an der Hochschule Koblenz geht von der Überlegung aus, dass der Autoritarismus ein Phänomen mit vielen Gesichtern sei. Strömungen, die gegenwärtig als politischer und religiöser Extremismus beschrieben werden, seien dabei unterschiedliche Erscheinungsformen einer autoritären Grundhaltung. Die Neue Rechte hat beispielsweise auf den ersten Blick kaum Gemeinsamkeiten mit salafistischem Extremismus. Dennoch bestehen in der ideologischen Begründung ihrer unterschiedlichen Positionen strukturelle Ähnlichkeiten. Dazu zählen die Idee der Ungleichwertigkeit von Menschen und das Bedürfnis nach starken, haltvermittelnden Hierarchien und Autoritäten. Der Frage, warum solche autoritären Strukturen für Jugendliche oft attraktiv sind, widmet sich der Referent in seinem Vortrag.

Zum Referenten:

Stephan Bundschuh forscht schon seit vielen Jahren im Bereich des Autoritarismus, der Migrationspädagogik und der Sozialraumorientierung. Sein Schwerpunkt liegt dabei auf der Kinder- und Jugendhilfe. Nach seinem Studium der Fächer Philosophie, Geschichte und Soziologie an den Universitäten Stuttgart und Frankfurt am Main, promovierte er im Jahr 1998 mit der Veröffentlichung seiner Dissertation „‘Und weil der Mensch ein Mensch ist …‘: Anthropologische Aspekte der Sozialphilosophie Herbert Marcuses“. Seit dem Wintersemester 2014/15 hat er an der Hochschule Koblenz die Forschungsprofessur Prävention gegen Autoritarismus inne.

 

Die Partnerschaft für Demokratie wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.